veröffentlicht am 3. September 2016 in Ratgeber von
Mehltypen mit doppelgriffiges Mehl

Was ist doppelgriffiges Mehl?

In einigen Rezepten ließt man manchmal „verwenden Sie doppelgriffiges Mehl“ oder „benutzen Sie griffiges Mehl„. Auch „feines“ Mehl wird öfters verlangt. Aber was ist nun genau der Unterschied zwischen diesen Bezeichnungen und für was braucht man es eigentlich?

Beim Mahlen von Getreide entsteht nicht nur das herkömmliche Mehl, sondern auch weitere Produkte, die sich in ihren Feinheitsgrad unterscheiden. Wenn das Mehl noch mehr grobe Mehlpartikel enthält, kann man das mit den Fingern spüren, es ist „griffiger“. Doppelgriffiges Mehl ist demzufolge noch gröber als griffiges Mehl. Diese Mehle besitzen spezielle Eigenschaften, die für manche Zubereitungen sehr nützlich sind.

Feines Mehl – das kennt jeder:

Bei dem feinen Mehl, auch als glattes Mehl bezeichnet, handelt es sich um Mehl der Type 405, wie man es zumeist aus dem Supermarkt kennt. Es ist sehr fein und weich. Es kommt zum Einsatz, wenn sehr feine Backwaren wie Kuchen oder Plätzchen hergestellt werden sollen.

Instant Mehl doppelgriffigGriffiges Mehl – auf die Körnung kommt es an:

Griffiges Mehl ist etwas gröber als das feine Mehl. Das hat den Vorteil, dass es nicht staubt, nicht zusammen ballt und rieselfähig bleibt im Vergleich zum feinen Mehl. Je gröber oder körniger das Mehl ist, desto mehr Zeit benötigt es auch zum Quellen. Griffiges Mehl eignet sich daher nicht so gut für eine Mehlschwitze. Für lockere und elastische Teige wie zum Beispiel Spätzle oder Nudeln ist es dagegen sehr gut geeignet.

Doppelgriffiges Mehl – darf es noch griffiger sein? 

Bei dem doppelgriffigen Mehl handelt es sich ebenfalls um ein Mehl vom Typ 405 aber es ist noch körniger als griffiges Mehl. Durch ein spezielles Mahlverfahren entsteht eine homogene Körnung. Dadurch kann das Mehl sehr gut Flüssigkeiten aufsaugen und binden. Der Quellvorgang dauert zwar länger, ist dafür aber viel gleichmäßiger und stärker. Teig, der aus doppelgriffigen Mehl hergestellt wird ist besonders elastisch und lässt sich gut formen. Außerdem ist er sehr stabil und ideal zum Einbringen in kochendes Wasser. Mit diesem Mehl lassen sich hervorragend Spätzle, Grissini, Hefe- und Strudelteige oder Stollen zaubern.

Doppelgriffiges Mehl ist nicht immer leicht im Laden zu finden. Es wird auch mit den Namen Spätzlemehl, Wiener Grieserl oder Instant Mehl bezeichnet.


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.